Die Geschichte des Fischens
Der Mensch hat vor circa 1,7 Millionen Jahren das Feuer gezähmt.
Wann jedoch der Mensch angefangen hat zu kochen und braten, dass blieb sehr lange ein umstrittenes Thema. 2022 haben israelische Archäologen in der Fundstelle namens Gesher Benot Ya’aqov in der Nähe des Jordan-Ufers Überreste von verkohlten Karpfen entdeckt. Die Überreste beweisen, dass der Mensch vor 780.000 Jahren schon das Essen mit Feuer zubereitet hatte.
Wie die Fische gefangen wurden, bleibt jedoch unklar. Angel aus Holz, Schnür oder Netze haben sich nicht erhalten.
Im Jahr 2024 haben britische und deutsche Archäologen am Fundort Gönnersdorf bei Neuwied am Rhein, im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz, eine Steinplatte gefunden. Die Steinplatte zeigt Fische im Netz. Die Steinplatte liefert den Beweis, dass der Mensch vor 15.800 Jahren schon mit Netzen gefischt hatte. Gleichzeitig ist das die älteste Abbildung von Fischen.
Mehr darüber im Artikel DNA-Analyse.
Quelle
Irit Zohar, Nira Alperson Afil, Naama Goren Inbar, Marion Prevost, Thomas Tütken, Guy Sisma Ventura, Israel Hershkovitz, Jens Najorka, Evidence for the cooking of fish 780,000 years ago at Gesher Benot Ya aqov Israel, Nature Ecology and Evolution, Volume 6, 14. 11. 2022.
Jérôme Robitaille, Lisa-Elen Meyering, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Paul Pettitt, Olaf Jöris, Robert Kentridge, Upper Palaeolithic fishing techniques: Insights from the engraved plaquettes of the Magdalenian site of Gönnersdorf, Germany, Plos ONE, 6. 11. 2024.