Status animarum
Libri de status animarum, auch einfach Status animarum, Seelenverzeichnis, Pfarrangehörigenverzeichnis oder Seelenstand genannt.
In Slowenien wurden diese Bücher ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in größerem Umfang geführt, in einigen Ausnahmefällen jedoch bereits früher. Die Eintragungen erfolgten in der Regel in lateinischer Sprache, vereinzelt finden sich auch Einträge in deutscher Sprache. Grundsätzlich war jeder Hausnummer eine eigene Seite zugeordnet; es gibt jedoch auch Beispiele, bei denen mehrere Hausnummern auf einer Seite eingetragen wurden oder sich eine Hausnummer über zwei Seiten erstreckte. In ihrer Form ähnelt der Status animarum den Matrikenbüchern.
Im Gegensatz zu den Matrikenbüchern war der Status animarum kein amtliches Dokument. Seine Führung war daher nicht vorgeschrieben, sondern lediglich empfohlen. Aus diesem Grund wurden diese Verzeichnisse bei kirchlichen Visitationen auch nicht überprüft.
Die Erstellung dieser Verzeichnisse erfolgte ähnlich wie heutige Volkszählungen. Die Angaben beruhten auf mündlichen Aussagen, sodass die Genauigkeit der Daten von den Auskünften der beteiligten Personen abhing. Daher finden sich im Status animarum häufig Fehler.
Beispiel aus der Praxis:
Der Status animarum verzeichnet drei Kinder.
Die Matrikenbücher führen jedoch elf Kinder an.