Triglav
Triglav, auch Triglaw und Triglaff, war ein mächtiger slawischer Gott mit drei Köpfen. Er herrschte über den Himmel, Erde und die Unterwelt. Er war der Lenker der Schlachten und der Seestürme. Seine Köpfe wurden meistens horizontal abgebildet und jedes Paar Augen blickte in eine andere Richtung.
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Triglav ritt ein schwarzes Pferd und trat in Erscheinung als Eichenbaum. Die Slawen haben deshalb zahlreiche Eichenbäume verehrt.
Bevor die Slawen in den Krieg zogen, wurde ein schwarzes Pferd mit einem goldenen oder notfalls mit einem silbernen Sattel gesattelt. Auf den Boden wurden 9 Sperre gelegt. Der Hauptpriester führte dann das Pferd dreimal über die Sperre. Hat das Pferd keinen Sperr berührt, gilte das als gutes Omen.
Triglav würde besonders unter den Westslawen verehrt (das heutige Gebiet von Polen, Slowakei, Tschechien, Preußen, Deutschland, Brandenburg, Sorben). Ihm zu Ehre würden zahlreiche Tempel und Statuen errichtet. Die Tempel waren schwarz gefärbt und reichlich verziert mit Bildern aus der Natur. Die Statuen waren sehr robust gebaut und hatten drei Köpfe. Den Triglav Kult hat die Christianisierung zerstört. Die Statuen beziehungsweise die Köpfe wurden jedoch von den Christen übernommen und haben sich bis zum 16. Jahrhundert erhalten. Ein Beispiel ist die Tüllnerhandbüchse.
Der Triglav Berg ist der einzige Berg in Slowenien der nach einem slawischen Gott benannt wurde. Triglav Berg ist der höchste slowenische Berg und hat drei Gipfel. Fachleute neigen jedoch dazu, dass der Berg nicht nach dem slawischen Gott benannt wurde, sondern nach drei Gipfeln. Das gleiche gilt angeblich auch für das Triglav Massiv in Bulgarien.
Quelle
Ingo Petri, Eine figürliche verzierte Tüllenhandbuchse als Triglav Darstellung aus dem spätem Mittelalter, Religion und Gesellschaft im nördlichen westslawischen Raum, 2017.
Mihai Dragnea, Some Considerations Regarding the Slavic God Triglav, Analele Universităţii Ovidius Constant, Vol.8 (2011).
Silar, Zbruch Idol, Kraków Archaeological Museum, Wikipedia, Zbruch Idol – Wikipedia, 19. 7. 2024.